Bitcoin

Geld besitzt ganz grundlegende Eigenschaften und für jede dieser Eigenschaften benutzen wir heute ein eigenes System:
1) Bargeld (Medium of Exchange) – ist von Person-zu-Person (Peer-to-Peer) zu übertragen, ohne dazwischen geschaltete Institutionen.

2) Wertanlage (Store of Value) – um FIAT Währungen (€uro, Dollar, Renminbi…) als Wertanlage zu nuzen, wird es zumeist auf Bankkonten deponiert, welche von Banken kontrolliert werden. Es muss ein Vertrauen in diese Institution vorhanden sein.

3) Bezahlsystem (System of Payment) – hier werden verschiedene Systeme wie Paypal, VISA, Swift, Banküberweisungen genutzt… bei all diesen Optionen ist ein Vertrauen in diese Institutionen erforderlich.

 

Bitcoin ist das erste monetäre System, das alle Eigenschaften selbst besitzt und ausübt. Es ist ein Peer-to-Peer System, in welchem jeder selbst und unabhängig, Überweisungen ohne zwischengeschaltete Institutionen durchführen kann. Es ist ein digitales Bargeld System, welches global und über Grenzen hinweg funktioniert. Es ist ein Bezahlsystem wie Paypal, bei dem jeder einzelne alle anderen Teilnehmer direkt und beinahe unverzögert bezahlen kann. Und es fungiert als Wertanlage, da es wie Gold, sehr begrenzt existiert. Die maximal im Umlauf befindliche Anzahl an Tokens wird maximal 21 Mio betragen. Eine Inflation ist ausgeschlossen.

Durch die Art des Systems, welche auf der Basis von Blockchain steht, zudem dezentral funktioniert, offen für jedermann ist, global fungiert und keine Grenzen kennt, kryptographisch gesichert, unzensierbar und ohne Vertrauen funktioniert, ist es ein System, welches vollkommen neuartig und unbekannt ist.

Bisherig bekannte Systeme verwenden große, relativ gut gesicherte Datencenter, die jedoch angreifbar sind. Sicherheitsexperten werden immer erklären, dass es nicht möglich ist, Datenhäfen absolut zu sichern. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht neue Datenlecks publik werden. Wären sie sicher, würden diese Institutionen dennoch ein Vertrauen voraussetzen, welches seit spätestens 2008 nicht mehr uneingeschränkt gerechtfertigt erscheint.

Bitcoin und Blockchain Applikationen sind anders. Anstelle Vertrauen vorauszusetzen, beruhen sie auf Kryptographie und Mathematik (sog. Trustless Systems). Keine Person oder Personengruppe hat Kontrolle über das System. Es ist ein dezentrales System, welches sich konstant selbst überprüft, welches diejenigen belohnt, die valide Transaktionen in das System einfügen und diejenigen bestraft (Ausschluss vom System und Verlust des massiv investierten Wertes in Form von Energie), die versuchen das System zu überlisten, welches keine Datensilos als Angriffsfläche bietet und stattdessen auf tausenden von Rechnern weltweit verteilt ist. Einmal eingegebene Daten sind unwiderruflich, unauslöschlich. Dadurch werden invalide Transaktionen direkt erkennbar und Täuschende aus dem System ausgeschlossen.

Im Gegensatz zu den uns bisher bekannten Systemen wurde Bitcoin und die Blockchain Technologie bisher noch nicht gehackt und wird es aller Voraussicht nach auch nicht werden. Um das System nachhaltig zu kompromittieren , wäre eine Computerleistung von Nöten, die weltweit nicht nur nicht existiert, sondern sogar die Vorstellungskraft übersteigt. Und im Gegensatz zu den bisherigen Systemen wird Bitcoin umso sicherer, je mehr Teilnehmer das System aufnimmt.

Die Lösung für Online Sicherheit liegt in der Dezentralität und der Offenheit. Geschlossene Systeme, die zentral gelagert sind, sind sehr viel anfälliger für Angriffe.

Auf der Disrupt Konferenz spricht Andreas Antonopoulos 2016 über „The internet of money“. Der Vortrag “ What is Bitcoin“ war einer aus einer ganzen Riehen an Vorträgen, welche zwischen 2013 und 2017 aufgenommen wurden.

Im Juni 2018, nach dem Hype Ende 2017 hat sich die Landschaft deutlich verändert. Die Zyklen sind dabei aber dieselben wie eh und je. Andreas Antonopoulos erklärt dabei, warum die Zeit nach dem Hype für die Innovation und Aufbau von Strukturen elementar ist. Nach dem Hype ist vor dem Hype…